Durchbruch beim Brexit?

Durchbruch beim Brexit?

Dürfen wir darauf hoffen, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU geordnet verläuft? Die Hoffnung bleibt - nicht mehr. Denn obwohl es Theresa May am 14. November gelungen ist, grünes Licht für ihren Brexit-Kompromiss von ihren Kabinettsmitgliedern zu bekommen, braucht sie noch eine Mehrheit im Unterhaus im Dezember. Auch hat uns die Erfahrung nach dem Desaster um den „Chequers“- Plan gezeigt, dass wir uns nicht zu viel Hoffnung machen dürfen. Denn kurz nachdem der Plan im Sommer angenommen wurde, sind direkt zwei wichtige Kabinettsmitglieder zurückgetreten.

Sollten nun die EU Staats- und Regierungschefs am 25. November dem Kompromiss zustimmen, steht die Abstimmung im Unterhaus an. Aber nicht nur euroskeptische Tories aus den eigenen Reihen sehen den vorgelegten Kompromiss skeptisch, auch pro-europäische Parlamentarier empfinden den Kompromiss als schwierig. Es ist also fragwürdig, ob May im Unterhaus die nötige Mehrheit finden wird. Sollte dies nicht gelingen, wird es zu einem No-Deal Brexit kommen, der sowohl für die EU als auch für Großbritannien nicht absehbare schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen wird.