Unser Spitzenkandidat: Manfred Weber

Unser Spitzenkandidat: Manfred Weber

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Mehr als 2.000 Vertreter aus 41 europäischen Ländern und von 51 Mitgliedsparteien trafen vom 7. bis 9. November in Helsinki zusammen und wählten den Fraktionsvorsitzenden der EVP-Fraktion Manfred Weber zum Spitzenkandidaten der Partei für die Position des EU-Kommissionspräsidenten.

Der Deutsche setzte sich mit fast achtzig Prozent der Stimmen gegen seinen

finnischen Konkurrenten Alexander Stubb durch.

“Der Wahlkampf beginnt hier in Helsinki", sagte Weber nach Bekanntgabe des Ergebnisses. "Wir sind Brückenbauer, wir müssen dieses Momentum nutzen, dann werden wir im Mai 2019 gewinnen."

Mit dem Posten des Spitzenkandidaten hat unser Fraktionsvorsitzender gute Chancen, nächster EU-Kommissionspräsident zu werden. Denn die EVP hat laut Umfragen Aussichten darauf, stärkste Fraktion im neuen EU-Parlament nach der Europawahl zu bleiben.

Das EU-Parlament hatte das Modell des Spitzenkandidaten bei den letzten Wahlen eingeführt - gegen den Willen der EU-Staats- und Regierungschefs.

Der Spitzenkandidat, dessen Partei bei der Europawahl als Sieger hervorgeht, soll auch dieses Mal Chef der mächtigen Brüsseler Behörde werden. Allerdings lehnen noch immer einige EU-Chefs wie etwa Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Spitzenkandidaten-Prinzip ab.

Bundskanzlerin Angela Merkel unterstützte am Donnerstag Webers Anspruch, nach der Europawahl auch EU-Kommissionspräsident zu werden. Dies sei ein guter Tag für CDU und CSU, "denn wir hatten lange schon keinen Kandidaten mehr für den Vorsitz der Europäischen Kommission", sagte sie weiter.

Weber ist seit 14 Jahren EU-Abgeordneter und steht seit 4 Jahren an der Spitze der EVP-Fraktion. Er genießt den Ruf eines Vermittlers sowohl in der EVP als auch zwischen den Fraktionen im EU-Parlament.

Der Parteitag verabschiedete das Programm der EVP, welches jetzt den Wählern für die Europawahl vorgestellt werden wird.