02. Juli 2013

Auf dem Weg in eine digitale Ära


Am 17. Juni 2013 wurde im Kultur- und Bildungsausschuss eine Studie zu "Öffentlichen und Kommerziellen Zugangsmodellen in eine digitale Ära" vorgestellt. Diese Studie untersucht die Entwicklung, den derzeitigen Stand und die Art und Weise, wie kulturelle und kreative Inhalte digital übermittelt und für die breite Öffentlichkeit in Europa zugänglich gemacht werden. Trends, Hindernisse und treibende Kräfte auf dem Weg in ein digitales Zeitalter wurden dabei herausgestellt.

Die Studie betrachtet kommerzielle und öffentliche Inhalte in der Medien- und Inhaltsindustrie getrennt voneinander.

Die Medien- und Inhaltsindustrie umfasst verschiedene Wirtschaftszweige beispielsweise die Film- und Verlagsbranche und ein weites Tätigkeitsfeld, wie zum Beispiel die Veröffentlichung von Kinofilmen, Rundfunk- oder Fernsehübertragungen sowie das Verlegen von Büchern und Zeitungen.

Filme, Videospiele, Zeitungen und Bücher stellen dabei die vier kommerziellen Hauptbereiche dar. Inhalte des Geschichts- und Kulturerbes sowie Informationen des öffentlichen Sektors sind hingegen Teil der öffentlichen Inhalte.

Die Untersuchungen der Struktur der kommerziellen Bereiche und die resultierenden Erkenntnisse sollen dabei helfen, den erst anlaufenden Digitalisierungsprozess im öffentlichen Raum zu unterstützen und voranzutreiben.

Anhand der Studie wird deutlich, dass in einigen Märkten, wie zum Beispiel im Markt für Videospiele, die Digitalisierung bereits sehr weit fortgeschritten ist und die Verbraucher häufig Online-Videospiele nutzen. Bücher stellen hingegen die Nachzügler in Bezug auf die Digitalisierung dar, obwohl e-books zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Probleme wie Urheberrechtsverletzungen und Schwierigkeiten mit multiterritorialen Lizenzen verlangsamen heutzutage den Prozess der Digitalisierung. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für eine multiterritoriale Lizenzierung durch die EU.

Zudem sind Investitionen in die Digitalisierung, wie zum Beispiel in die Einrichtung einer technischen Infrastruktur, um digitale Inhalte zur Verfügung zu stellen, sowie Fachwissen von Experten erforderlich, damit ein weiterer digitaler Fortschritt erzielt werden kann. Es müssen eine engere Koordination zwischen den technischen Infrastrukturen hergestellt und weitere Finanzierungsmöglichkeiten durch zum Beispiel Steuer- oder Werbeeinnahmen in Betracht gezogen werden.


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