20. März 2013

Gleichberechtigung von Frauen und Männern muss Realität werden!


Der Equal Pay Day (EPD), der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen. Der Aktionstag in Deutschland markiert symbolisch oder rechnerisch jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen. Meine Gedanken aus diesem Anlass:

Es ist an der Zeit zu handeln! Unsere Gesellschaft muss endlich partnerschaftlicher werden. Es kann und darf nicht sein, dass der geschlechtsspezifische Entgeltunterschied noch immer bei rund 22 Prozent liegt. Damit zählt Deutschland im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern. Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben ist längst noch nicht erreicht. Nicht nur die Lohnlücke, sondern auch der Mangel an Frauen in Führungspositionen ist ein wichtiger Indikator dafür.

Dabei sind wir an einem Punkt angelangt, an welchem die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern endlich Realität werden muss. Ein geeignetes Konzept zur Überwindung der Ungleichheit muss her. Schließlich sind die Ursachen für die Lohnlücke – Berufswahlverhalten von Frauen, Erwerbsunterbrechung wegen der Kindererziehung, Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg oder die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit – vielseitig.

Nachhaltige Erfolge lassen sich nur im Zusammenspiel zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erzielen. Nicht nur unter dem Stichwort der "geschlechtsspezifischen Gerechtigkeit", sondern auch unter dem Schlagwort der "wissenschaftlichen Vernunft" halte ich es für notwendig, dass Frauen und Männer ihre Potentiale gleichermaßen entfalten können. Dies muss sich auch beim Entgelt und beruflichen Aufstieg der Frauen niederschlagen.