6. Oktober 2016

Lebensmittelkontaktmaterialien

In der am 6. Oktober 2016 angenommenen Entschließung fordern die Abgeordneten schärfere Sicherheitsvorschriften für nicht geprüfte Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Materialien, die mit Lebensmittel in Kontakt kommen, müssen zahlreiche Anforderungen erfüllen: Sie sollen Schutz vor Kontaminationen bieten und die Qualität des Lebensmittels möglichst lange bewahren. Sie dürfen unter normalen und vorhersehbaren Verwendungsbestimmungen keine Bestandteile auf Lebensmittel abgeben, die geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden oder eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeiführen.

Diese Anforderungen gelten auch für die noch nicht weiter harmonisierten Produktgruppen wie zum Beispiel Papier und Karton.

Die Realität sieht anders aus: Es kommt leider immer wieder zu Migrationen von chemischen Stoffen in Lebensmittel, was eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Außerdem behindern unterschiedliche nationale Ansätze den Binnenmarkt. Ich habe diese Entschließung als Schattenberichterstatterin für die EVP-Fraktion betreut und bin mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden. Wir sind uns darüber einig, dass wir hier einer weiteren Harmonisierung bedürfen. Die EU-Kommission soll daher jetzt an Einzelmaßnahmen für die noch nicht harmonisierten Produktgruppen arbeiten und dabei Priorität auf Papier und Karton, Lacke und Beschichtungen, Metalle und Legierungen, Druckfarben und Klebstoffe setzen.

Hier mein Redebeitrag aus der Plenarsitzung: