05. Mai 2015

Mehr Schutz für Reisende


Durchbruch bei den Verhandlungen über die Revision der EU-Pauschalreise-Richtlinie

Nach schwierigen und langen Verhandlungen mit der lettischen Ratspräsidentschaft konnten wir heute den Durchbruch bei der Pauschalreise-Richtlinie erreichen. Dies erklärte die Europaabgeordnete Birgit Collin-Langen, die für das Europäische Parlament die Verhandlungen als Berichterstatterin geführt hatte, heute in Brüssel.

Die Überarbeitung der alten Richtlinie war mehr als überfällig. Durch den zunehmenden Trend zu Online-Reisebuchungen bedarf es einer Modernisierung und Anpassung an den veränderten Reisemarkt. So hat sich das Angebot an Pauschalreisen in den letzten Jahren stark verändert. Es gibt nicht nur die klassische Pauschalreise. Vielmehr können einzelne Elemente der Reise nach den Wünschen des Reisenden zusammengestellt werden. Welche rechtlichen Auswirkungen sich daraus ergeben, ist derzeit im Einzelnen nicht geklärt.

"Wir konnten die Rechte der Reisenden in Europa deutlich stärken. Sie werden zukünftig umfassender und besser über ihre Rechte aufgeklärt", so Collin-Langen. Bei den Verhandlungen war sowohl der Verbraucherschutz als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen von entscheidender Bedeutung. "Besonderes Augenmerk lag bei mir auf den kleinen und mittleren Unternehmen."

Bis zuletzt war noch die Frage offen, wie Buchungen im Internet, bei denen persönliche Informationen weitergereicht werden, zu behandeln sind. Diese werden zukünftig als Pauschalreise gehandhabt. Nunmehr wird auch bei solchen Buchungen im Internet die Insolvenzabsicherung des Reiseveranstalters greifen.

Der getroffene Kompromiss geht nun zur Zustimmung in den Ministerrat und anschließend ins Europäische Parlament.


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