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17. Oktober 2017

Rolle der Deponien in der Kreislaufwirtschaft

Am 17. Oktober habe ich zusammen mit meinem Kollegen Karl-Heinz Florenz ein sehr interessantes Frühstücksgespräch organisiert. Zentrales Thema der Veranstaltung war: Deponien und ihre Rolle in der Kreislaufwirtschaft.

Das wachsende Konsumverhalten und das riesige Angebot, das auf einer ständigen Weiterentwicklung von Wirtschaft und Technik beruht, führen zu einer erheblichen Zunahme der Abfallmasse.

Es ist eine zentrale Herausforderung der Abfallwirtschaft, die daraus resultierenden Probleme zu lösen. In der Vergangenheit galt beim Umgang mit Abfällen überwiegend der Ansatz der „Müllbeseitigung“. Jetzt gilt unter der Überschrift „aus Abfällen Ressourcen gewinnen“ das Konzept, dass das Abfallaufkommen verringert und Abfall als Ressource bewirtschaftet werden soll. Ziel ist eine „vollständige Recyclinggesellschaft“.

Eine funktionierende Abfallwirtschaft ist auch ein wichtiger Baustein zur Erreichung einer ressourcenschonenden Politik.

Derzeit finden die Verhandlungen zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament zur Einigung über das Kreislaufwirtschafts-Paket statt.

Mit diesem praktischen Austausch möchten wir einen Beitrag zu den Verhandlungen leisten und die Mitgliedstaaten davon überzeugen, dass die Einschränkung der Deponierung eine entscheidende Rolle beim Übergang zu einer stärkeren Kreislaufwirtschaft spielt. Als Gastredner hörten wir Vertreter aus Deutschland, Italien und Litauen. Sie haben ihre Perspektive eines Deponieverbots bzw. der Einschränkung der Deponierung dargestellt. Die Beispiele haben uns konkret gezeigt, welche Maßnahmen getroffen werden können, um von der noch starken Deponierung in manchen Europäischen Mitgliedstaaten weg zu kommen.