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15. Juni 2017

Roaming Ade!

Ab heute können Sie bei Reisen innerhalb der EU zu denselben Konditionen wie zu Hause mobil telefonieren, SMS versenden und im Internet surfen.

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren war ein langer Prozess und wurde vom EP nachdrücklich eingefordert. 2007 wurde der sogenannte "Eurotarif" eingeführt und Preisobergrenzen festgelegt. Damals waren die Preise für internationales Roaming viel höher als die von den Mobilfunkanbietern getragenen Kosten. Im Jahr 1998 kostete ein Anruf aus dem Ausland durchschnittlich 1,63 Euro pro Minute; 2014 nur mehr 19 Cent. Ab April 2016 lagen die Aufschläge für einen Anruf unter 5 Cent pro Minute.

Zum 30. April 2016 wurden die Roaming-Gebühren letztmalig vor ihrer Abschaffung gesenkt. Ab heute können Verbraucherinnen und Verbraucher endlich ihre Mobilgeräte bei vorübergehenden Reisen in andere EU-Länder zu den Bedingungen ihrer inländischen Verträge nutzen. Überschreiten sie jedoch vertragliche Nutzungsbedingungen, dürfen Roaming-Aufschläge die festgelegten Preisobergrenzen nicht überschreiten. Den Netzbetreibern bleibt dabei ein Spielraum, unterschiedliche vertragliche Nutzungsgrenzen beim Roaming zu ziehen und damit die frei verfügbare Datenübertragungsmenge beim Roaming einzuschränken. Das gilt aufgrund einer „Fair-Use-Regelung“, die die Anbieter vor einem Missbrauch des Roaming schützen soll. Sie können also unterschiedliche Nutzungsgrenzen in ihren jeweiligen Tarifen vorsehen.