Bild: © European Parliament

Bild: © European Parliament

12. Dezember 2016

Sacharow-Preisverleihung 2016: Nadia Murad und Lamiya Aji Bashar erhalten Menschenrechtspreis

Nadia Murad Basee Taha und Lamiya Aji Bashar stammen aus dem Dorf Kotscho im irakischen Bezirk Sindschar. Am 3. August 2014 hatte die Terrormiliz IS alle männlichen Bewohner des Dorfes massakriert. Anschließend wurden die Frauen und Kinder des Ortes versklavt. Sämtliche junge Frauen, darunter auch Aji Bashar, Murad und deren Schwestern, wurden verschleppt, wiederholt verkauft und als Sexsklavinnen ausgebeutet und missbraucht.

Nadia Murad gelang im November 2014 die Flucht. Lamiya Aji Bashar konnte im April 2016 ihren Peinigern entkommen.

Die 23-jährige Nadia Murad und die 18-jährige Lamiya Aji Bashar leben nun beide in Deutschland. Sie sind heute das Sprachrohr der Frauen, die Opfer des systematischen Einsatzes von sexueller Gewalt durch den IS geworden sind. Sie setzen sich für die Rechte der Gemeinschaft der Jesiden im Irak ein, einer religiösen Minderheit, die ins Visier der militanten Kämpfer des IS geraten ist, welche danach trachten, alle Jesiden zu töten und somit Völkermord an ihnen zu begehen.

Ich bin zutiefst berührt und bewundere die Kraft, die diese Frauen jeden Tag im Kampf gegen die sexuelle Versklavung durch den IS aufbringen!


Weitere Endrücke hier: