EU-Plastikstrategie

EU-Plastikstrategie

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„4000 Plastikteile in 50 Wasserproben“ – diese Schlagzeile stand vor einigen Tagen auf der Titelseite vieler deutscher Zeitungen. Plastik zerfasert, zerfällt oder zerbricht – aber es verschwindet nicht. Das sogenannte Mikroplastik wird immer mehr zum ökologischen Problem.

Um dieses Problem anzugehen, hat die Europäische Union im Januar die EU-Plastikstrategie präsentiert: Es geht dabei vor allem darum, Kunststoffverpackungen recyclingfähig zu machen und neue Ansätze zu finden, wie der Plastikverbrauch im Alltagsgebrauch verringert werden kann. Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Grundlagen für eine neue Kunststoff-Kreislaufwirtschaft zu schaffen, in der bei Design und Herstellung den Erfordernissen in Bezug auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling in vollem Umfang Rechnung getragen wird. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von nachhaltigeren Materialien.

Um diese Ziele zu erreichen, muss mehr in Innovationen in diesem Bereich investiert werden. Daneben bedarf es aber auch eines Umdenkens bei Händlern und Verbrauchen. Wir brauchen eine kreative und ergebnisoffene Diskussion zu der Frage, wie man Plastik möglichst kostengünstig vermeiden kann.

Ich habe mich in den letzten Jahren sehr aktiv an der Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft und zum Thema Wasser beteiligt. Für mich ist die Plastikstrategie ein wichtiger und logischer Schritt in die richtige Richtung, um die Probleme, die durch die übermäßige und oft unbedachte Verwendung von Plastik entstehen, anzugehen.