Wasserwiederverwendung

Wasserwiederverwendung zur Verringerung von Wasserknappheit

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Das menschliche Wohlergehen hängt von der Verfügbarkeit von Ressourcen wie Wasser, Energie und Land ab. Diese Ressourcen sind schon jetzt knapp und werden in immer stärkerem Maße beansprucht. Wissenschaftler schätzen, dass Wasserknappheit und Wasserstress weiter zunehmen und sich ausbereiten werden. Und laut einer Prognose des Weltklimarats werden im Jahr 2070 insgesamt 44 Millionen Europäer vom Wassermangel betroffen sein.

Um der Wasserknappheit entgegenzuwirken könnte die Verwendung von aufbereitetem Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung – neben dem Wassersparen - eine geeignete Lösung darstellen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Europäische Kommission Anforderungen an die Wasserwiederverwendung festlegen. Einige Mitgliedstaaten verwenden bereits heute aufbereitetes Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung. Allerdings wird die Wasserwiederverwendung in der EU nur in begrenzten Masse eingesetzt. Die Gründe dafür sind zahlreich und unterschiedlich: eine fehlende Harmonisierung behindert den freien Verkehr von Agrarerzeugnissen, die mit derartigem Wasser bewässert wurden; Wasserrecycling-Projekte sind langfristig angelegt und gleichzeitig mit hohen Kosten verbunden; Verwendung des aufbereiteten Abwassers kann mögliche Verunreinigungen des Grundwassers verursachen; etc.

Ich begrüße diese Initiative. Dennoch müssen wir hier noch etwas nachbessern, denn das Problem Wasserknappheit betrifft nicht alle Mitgliedstaaten in gleichem Maße. Und für mich ist wichtig, dass die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten entlang des Prozesses der Nutzung von Abwasser klar geregelt werden.