Mehr Recycling!

Mehr Recycling!

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Mit seinem Votum am 18. April über die Abfall- und Kreislaufwirtschaft unterstützt  das Parlament ehrgeizige Recyclingziele. Die Verbesserung der Abfallwirtschaft kann nicht nur Vorteile für die Umwelt, das Klima und die menschliche Gesundheit bringen. Die vier Rechtsakte des Pakets sind Teil einer Verlagerung der EU-Politik hin zu einer Kreislaufwirtschaft, d.h. einem System, bei dem der Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen in der Wirtschaft so lange wie möglich erhalten bleibt. Die neuen Regeln sehen vor, dass ab 2025 mindestens 55% der Siedlungsabfälle recycelt werden müssen, ab 2030 gilt das für 60% und ab 2035 für 65%. Recyclingziele für Verpackungen betragen 65% ab 2025 und 70% ab 2030 mit spezifischen Zielen für Papier und Pappe, Kunststoffe, Glas, Metall und Holz. Deutschland hat derzeit eine Recyclingquote von Siedlungsabfall von circa 67%. Aufgrund der geänderten Berechnungsmethode wird die Quote jedoch sinken und sich Deutschland damit auch anstrengen müssen. Beim Recycling von Verpackungen hat sich Deutschland mit dem neuen nationalen Verpackungsgesetz aber im Vergleich zu den EU-Standards höhere Ziele gesetzt.

Mit diesem Paket werden wir die Deponierung in der gesamten EU herunterfahren und dafür die Recycling-Quoten deutlich erhöhen. Wir können es uns nicht leisten, Milliarden von Tonnen wertvoller Rohstoffe wegen rückständigen Abfallmanagements zu verlieren. Ein weiterer erzielter großer Fortschritt liegt darin, dass wir künftig einheitliche Definitionen und eine einheitliche Berechnungsmethode für das Recycling haben. Bisher hat es daran gemangelt, dass nicht alle EU-Länder unter Recycling das Gleiche verstanden haben. Nun bekommen wir echte Vergleichbarkeit, damit man Erfolge auch wirklich messen kann.