19. November 2015

Verbraucherbarometer 2015: Noch Handlungsbedarf im grenzüberschreitenden Onlinehandel


Das Verbraucherbarometer ist ein regelmäßiger Bericht, der die Integration des EU-Binnenmarktes und die Bedingungen für Verbraucher in den einzelnen Mitgliedstaaten untersucht.

 

Der Schwerpunkt des Verbraucherbarometers 2015 lag auf den Verbraucherbedingungen im digitalen Binnenmarkt. Es zeigt sich, dass der grenzüberschreitende Onlinehandel weiterhin Rückstände aufweist: 61% der Verbraucher kaufen auch online lieber im eigenen Land ein. Nur 38% der Verbraucher unterscheiden beim Onlineeinkauf nicht zwischen ihrem eigenen Land und dem EU-Ausland. Grund dafür ist nicht nur der Mangel an Vertrauen, sondern auch territoriale Beschränkungen und Preisdiskriminierungen hindern Verbraucher daran, grenzüberschreitend online einzukaufen. Hinzu kommt, dass zusätzliche Kosten durch den grenzüberschreitenden Versand für Verbraucher anfallen. Oft kennen die Konsumenten ihre Rechte nicht und nehmen Ungerechtigkeiten von Onlineanbietern in Kauf ohne eine Beschwerde einzureichen. Daher bedarf es einer stärkeren Sensibilisierung von Verbrauchern und Einzelhändlern für die wesentlichen Verbraucherrechte, die durch EU-Recht garantiert werden.

Zudem können Verbraucher sich an sogenannte ADR Stellen (alternative Streitbeilegungsverfahren) wenden. Diese unterstützen Verbraucher bei einer Beschwerde gegen einen Onlinehändler. Sie agieren als eine Art Schlichtungsstelle und vermitteln zwischen den involvierten Parteien.


Weitere Informationen siehe:

  • Vollständige Fassung des EU-Verbraucherbarometers 2015
 
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  • Europäische Kommission - Pressemitteilung
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